Dark City (1998) – Alex Proyas

le film noir, expressiv

Ein Mann, John Murdoch (Rufus Sewell), der ohne Erinnerung in einem Badezimmer aufwacht, begibt sich auf die Suche nach seiner Identität. Schnell wird ihm klar, dass mit der Welt etwas nicht in Ordnung ist, denn während er sich auf ihr bewegen kann, scheinen die anderen Menschen einer Art Hypnose verfallen zu sein. Als er die Straßen der „Dark City“ betritt, bemerkt er, dass sich Häuser, Straßen und das gesamte Stadtbild verändern, während die Menschen im Zustand dieser „Hypnose“ verweilen. Er lebt gefährlich, denn er ist einer der wenigen, bei denen die Therapien der nicht irdischen Lebewesen nicht anschlagen. Auf der Suche nach einem neuen Planeten, kamen sie auf die Erde um dort die Kontrolle zu übernehmen.

Großstadtdarstellung, Stadtmotiv FilmDafür schufen sie eine riesige Stadt, die die Menschheit wie in einer Art Theaterstück agieren lässt. Während seiner Identitätssuche erfährt Murdoch, dass er ein gesuchter Serienkiller ist, doch diese Identität erscheint ihm unwirklich. Das Ziel, das die Fremden mit der Manipulation der Menschen und der Erschaffung verfolgen, ist herauszufinden wie sich die Identität des Menschen konstituiert.
Eine Handlung, die zunächst sehr nach schlechter Science-Fiction klingt, entpuppt sich aber als gelungene Darstellung der Lebensverhältnisse und Verhaltensweisen der Bewohner moderner Großstädte. Zugegebenermaßen hätte ein wenig mehr Realitätsverwurzelung dem Film eine bessere Richtung geben können, aber das Gesamtbild, das entsteht, kann im Wesentlichen als gelungen und unterhaltsam bezeichnet werden. In der Manier eines Science-Fiction á la Matrix wird hier eine Welt konstruiert, die außerhalb aller Vorstellungskräfte liegt. Eine Stadt, hinter der nichts mehr kommt. Die Menschen sind in ihr gefangen und unfähig das zu erkennen. Es wird zu einem Wettlauf für Murdoch, denn er wird gejagt als die Fremden bemerken, dass er in der Lage ist sich ihrem Einfluss zu entziehen. 
film noir, Expressionismus
Am Ende gelingt es Murdoch die Fremden, die ein wenig an die grauen Herrn aus Momo erinnern, in die Flucht zu schlagen. Doch die Zukunft der Menschheit wäre dazu verdammt in einer Welt zu leben, die eine Illusion ist. Der Film mag auf den ersten Blick abschreckend wirken, stellt sich aber als sehenswert heraus, auch für Zuschauer, die vielleicht nicht vom Genre Science-Fiction angetan sind und hierzu zähle ich mich selbst auch. Vom Stil ein moderner Science-Fiction angelehnt an den Surrealismus mit starkem Einflüssen aus dem Film Noir
Film Noir, the film noirDie erste Szene erinnert an den Film Metropolis der 1920er Jahre. Sehenswert, weil er eine wirklich gute Bildästhetik besitzt, die Handlung ist verbesserungswürdig. In der Kritik heißt es:
„Ein Fantasy-Mix aus Science-Fiction-, Horror- und Gangsterfilm mit starken Anklängen an den „film noir“. Zwar beeindruckt der Film durch die außergewöhnlichen Spezialeffekte sowie die sehr suggestive Musik, findet aber über die eklektizistischeZusammenstückelung von Gedanken und Versatzstücken hinaus zu keiner eigenständigen Aussage.“ 
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